Die Annahme, dass man sich als Anfänger nur die entsprechende Ausrüstung kaufen braucht und schon auf dem nächstgelegenen Golfplatz loslegen kann, ist nicht richtig: In Deutschland, Österreich, der Schweiz und auch in vielen anderen Ländern muss zunächst die Platzreife erworben werden.

Ähnlich wie beim Führerschein also soll damit sichergestellt werden, dass sich nur Spieler auf den Bahnen befinden, die gewisse Grundkenntnisse mitbringen. Dies betrifft das Spiel mit dem Ball genauso wie die Kenntnisse der Regeln und Fachausdrücke in dieser Sportart sowie der Etikette, wenn man sich auf einer Golfanlage aufhält. Ein weiterer Teil der Prüfung umfasst die sicherheitsrelevanten Aspekte des Golfsports, damit man sich selbst und auch andere Spieler auf dem Platz nicht in Gefahr bringt.

Der wichtigste Teil der Prüfung ist das Spiel mit dem kleinen Ball und dem Schläger. Dabei lohnt es sich durchaus, bei einem Golflehrer die eine oder andere Trainingsstunde oder einen Kurs zu buchen, um den richtigen Umgang und die Techniken mit Schläger und Ball professionell zu erlernen,

Wie und wo erhält man die Platzreife?

Jeder Golfklub und auch andere klubunabhängige Einrichtungen bieten den Erwerb der Platzreife an. Am besten ist es aber, diese Prüfung dort abzulegen, wo man ohnehin plant, in Zukunft Golf zu spielen. So bekommt man gleich einen ersten Eindruck vom Gelände und kann sich vielleicht anderen Anfängern anschließen, denn in einer Gruppe geht vieles leichter. Nach erfolgreichem Abschluss der Prüfung erhält man Handicap 54, dies entspricht dem Anfängerstatus.

Es besteht aber auch die Möglichkeit, seine Platzreife während eines Golfurlaubs im Ausland zu erwerben.

Die ersten richtigen Schläge

Nach erfolgreich absolvierter Platzreife kann es also endlich losgehen. Es ist dabei empfehlenswert, nicht alleine zu beginnen, sondern mit Spielern auf ähnlichem Niveau, die auch Verständnis haben, wenn die ersten Schläge nur wenige Meter fliegen und nicht gleich im Hintergrund erfahrene Spieler murren, weil nichts vorangeht.